Die Herbstsonne umnebelt mich - gibt es so etwas?
Trotz der Sonne, die heute golden am Himmel steht, empfinde ich herbstlichen Schwermut. Hänge ich noch den letzten Tagen hinterher, die hochnebliger und grauer nicht sein konnten?
Wie jedes Jahr um diese Zeit verspüre ich den Herbst in mir. Das sterben des Sommers durchdringt mich ganz und gar. Die Tage werden kürzer, die üppige Jahreszeit ist vorbei und mein Gemüt verfärbt und wandelt sich in dieses Einheitsgrau das gestern noch unter der Hochnebeldecke vor meiner Tür lag.
Doch heute scheint die Sonne und es gibt noch bunte Blätter, auch wenn sie stetig fallen, wohin ich auch sehe.
Was kann ich tun? Ich geh raus in die Natur! Schnapp’ mir mein Fahrrad und den Hund und schau ihn mir an den Herbst. Bei der Fahrt über seine brachliegenden Äcker am Waldrand entlang wird er sich mir gut zeigen und ich werde mich in ihm perfekt spiegeln. Offenen Auges werde ich sehen was ich bin. Mit allen Sinnen kann ich mich erkennen, wenn ich nur JA sage zum Herbst, JA zum Grau, JA zu mir und zum Schwermut, JA zum Wandel, zur Veränderung und JA zum Tod.
Alles kann benützt werden! Jede Situation ist gut genug und wie geschaffen für jeden von uns. Genau richtig, in der perfekten Dosis, exakt dem Grad unserem Selbst angemessen.
OM
Uli
3 Kommentare zu “Herbstnebelsonne”
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Sehr schön geschrieben! Hast du diesen text aus einer anderen Sprache übersetzt, oder ist dieser wirklich aus einer deiner persönlichen Erfahrungen entsprungen ?
Ich wünsche dir in der Zeit des wandels, im grauen dunst- Ein Frohes Fest, und all die Zuversicht und Hoffnung die du brauchst für das nächste Jahr.
Liebe Grüße
Hi Chris,
danke für Deine Worte.
Ja, der Text und auch das Erlebnis dazu sind von mir in unserer Sprache geschrieben. Oft sind mir die Worte und deren Verbindung nicht groß genug um sagen zu können was da ist. Dann staun ich nur noch.
Viel Freud’
Mann kann es nicht besser sagen :-)
vg lydia